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Das Wichtigste aus Deutschland und der Welt

Kuppel auf dem Reichstag Reichstag in Berlin Bundeskanzleramt in Berlin Schloss Bellevue

Tübingen

Foto: RTF.1
Urlaub in Deutschland - Wie lief der Start auf den Campingplätzen?

Wie macht man Urlaub während einer Pandemie? Anstatt in den kommenden Sommermonaten in die Ferne zu reisen, planen viele Urlauber einen Ausflug in der Region. Wir haben beim Campingplatz "Neckarcamping" in Tübingen für Sie nachgefragt, wie so ein Urlaub in der Heimat aussehen kann.

Der Saisoncampingplatz „Neckarcamping" in Tübingen hat seit drei Wochen wieder geöffnet. Und die Gäste kommen so langsam wieder – auch wenn es an diesem regnerischen Wochenende nicht ganz so voll ist. Die Betreiberin des Campingplatzes vom Bürger- und Verkehrsverein Tübingen, Gabriele Eberle, blickt optimistisch in die Zukunft.

"Wir denken schon, dass das Jahr noch ein gutes Campingjahr werden könnte. Weil es ist tatsächlich so, dass Viele noch nicht ins Ausland verreisen wollen. Die Grenzen öffnen sich ja gerade, der ein oder andere wird fahren, aber viele werden auch bleiben, weil es einfach sicherer ist. Wir haben alle unsere Vorgaben und die halten wir auch ein und da ist Deutschland schon ein ganz sicheres Land", erklärt Eberle.

Der Saisoncampingplatz lebt nicht von Urlaubsreservierungen, sondern wird meist spontan für ein Wochenende oder ein paar Tage gebucht. Nicht nur Reisende mit Wohnmobil oder Wohnwagen, auch Radfahrer mit Zelt suchen den Platz gerne auf. Zwar können sich die Gäste jetzt wieder einquartieren, zu einhundert Prozent zufrieden mit der Situation sind aber weder sie noch die Betreiber.

„Die Toilettenanlagen sind offen, aber die Duschen sind geschlossen. Für die Fahrradfahrer ist das sehr schlecht, weil die sind natürlich verschwitzt und sind natürlich verärgert, dass Tübingen noch zu hat, die anderen Städte aber auf", erklärt Campingplatz-Betreiber Thomas Henne.

Die Entscheidung zur vollständigen Öffnung der sanitären Anlagen liege beim Tübinger Ordnungsamt.

„Also wir sind da hart am Ordnungsamt dran und wir verstehen es jetzt auch nicht wirklich ganz, weil es wird alles getan - mit Abstandsregeln, mit Ausschilderung und Desinfektion und mit regelmäßigem erhöhten Putzaufwand - und viele Plätze um uns herum haben eben schon alles geöffnet, aber nichtsdestotrotz müssen wir uns an die Regeln halten", so Eberle.

Alle zwei Stunden werden die Anlagen bereits jetzt komplett desinfiziert. Gabriele Eberle und Thomas Henne hoffen, dass sie die Duschen bald wieder öffnen können, damit auch die restlichen Urlauber, die nicht autark seien, kommen können.

Der eigentlich Betrieb laufe aber bisher fast wie immer – und auch die Gäste zeigen sich mehr positiv als genervt. Schließlich überwiege die Freude am Verreisen letztendlich mehr, als der Frust über noch anhaltende Maßnahmen und Verbote.

Dass Tübingen immer eine Reise wert sei – auch in Coronazeiten - verspricht Gabriele Eberle.

„Tübingen ist eine wundervolle Stadt, sehr authentisch. Eine junge Stadt, es sind viele junge Leute hier. Man kann auch wunderbar Einkaufen, wir haben einen ganz besonderen Einzelhandel. Und die meisten Museen sind wieder offen, man kann sogar wieder eine Stadtführung mitmachen. Und man kann natürlich auch wieder Stocherkahn fahren, das ist natürlich unser Produkt, das sonst niemand hat", schwärmt Eberle.

Urlaub in Deutschland - mit dem Wohnmobil, Wohnanhänger oder Zelt – fast wie in den eigenen vier Wänden. Und spätestens wenn die Sonne wieder herauskommt, wird sich auch der Platz des „Neckarcamping" in Tübingen wieder füllen, da ist sich zumindest Thomas Henne sehr sicher.

(Zuletzt geändert: Samstag, 06.06.20 - 14:22 Uhr   -   894 mal angesehen)

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