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Corona-Schutz

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Diskussion um Ende der Maskenpflicht - Stufenweise oder ganz?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn kann sich eine schrittweise Aufhebung der Maskenpflicht vorstellen. Andere Politiker wollen sie komplett abschaffen. Mediziner warnen.

Durch eine generelle Aufhebung der Maskenpflicht könnte die Pandemie wiederaufflammen, fürchten Wissenschaftler. Das Virus sei noch da und wesentlich infektiöser durch Mutationen, mahnt Eberhard Bodenschatz vom Max-Planck-Institut für Dynamik und Selbstorganisation in Göttingen. "Wenn wir nach dem Wegfall der Testpflicht in vielen Situationen nun auch noch die Maskenpflicht fallen lassen, sind wir im Grunde in einem ungestörten Leben wie vor der Pandemie", sagte er der dpa.

Die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, hält eine Maskenpflicht vor allem in Innenräumer weiter für wichtig. Auch die verweist auf Virus-Mutationen.

Michael Müller (SPD), Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz, zeigt sich angesichts sinkender Inzidenzen offen für Lockerungen bei der Maskenpflicht. "Draußen denke ich schon, dass wir uns jetzt doch sehr schnell mehr zutrauen können. Die Zahlen sind stabil niedrig, man kann draußen auch auf Abstände natürlich leichter achten und wir haben jeden Tag eine deutlich höhere Impfquote, alles das hilft natürlich", sagte Müller im ARD-Mittagsmagazin.

Durch die niedrigen Infektionszahlen sieht der Regierende Bürgermeister von Berlin Handlungsbedarf bei den Ländern: "Wenn nun die Zahlen immer weiter sinken, in manchen Landkreisen bis auf 0, die Impfquote immer weiter steigt, das heißt, die gesundheitlichen Risiken zumindest draußen deutlich zurückgehen, dann glaube ich, werden viele Leute auch erwarten, dass wir mit den Maßnahmen darauf reagieren, angepasst reagieren, die FFP2-Maskenpflicht zurücknehmen oder eben in den Außenbereichen sogar ganz aufgeben." Gleichzeitig appelliert Müller an die Eigenverantwortung der Bürger, jeder könne "für sich ja auch weiter entscheiden, die Maske weiter zu tragen, wenn ihm damit auch wohler ist und wenn er sich dadurch besser geschützt fühlt".

Müller warnt jedoch davor, unbedacht zu lockern: "Im letzten Sommer haben wir das erlebt, wie schnell die Zahlen auch wieder nach oben gehen." Es sei sowohl beim Reiseverkehr wie im öffentlichen Nahverkehr und in geschlossenen Räumen Vorsicht angebracht.

Vor allen in Innenräumen vorsichtig bleiben, das will auch Bayerns Ministerpräsident Markus Söder, CSU. Er schließt auch Schulen mit ein. Außen ist laut Söder mehr möglich.

Linken-Fraktionschef Dietmar Bartsch hingegen will die Maskenpflicht für Schulkinder nach den Ferien abschaffen. "Je jünger die Kinder, desto zügiger sollte die Maske aus dem Alltag verschwinden", sagte Bartsch der "Welt". "Das neue Schuljahr muss eines ohne Masken werden. Grundschüler sollten überhaupt keine Maske tragen müssen." Bartsch will auch Besuche im Pflegeheim ohne Maske möglich machen. Nur bei größeren Zusammenkünften mit Teilnehmern ohne Test und Impfnachweis will er behutsam lockern.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hält eine Lockerung der Maskenpflicht erst dann für möglich, wenn 70 Prozent der Erwachsenen vollständig geimpft seien. Derzeit ist die Quote davon noch weit entfernt. Im Außenbereich sieht Lauterbach aber Potential für Lockerungen, wenn die Inzidenz niedrig ist. Solange Fußgängerzonen nicht überfüllt seien, sei der Verzicht auf Masken "ohne Wenn und Aber machbar". 

(Zuletzt geändert: Montag, 14.06.21 - 22:34 Uhr   -   832 mal angesehen)

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