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Das Wichtigste aus Deutschland und der Welt

Kuppel auf dem Reichstag Reichstag in Berlin Bundeskanzleramt in Berlin Schloss Bellevue

Tübingen

Foto: RTF.1
"Demokratie lebt vom Wandel" - SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert auf dem Holzmarkt

Der Generalsekretär der SPD, Kevin Kühnert, kam auf Einladung der Jusos Tübingen am Samstag zu einer Kundgebung auf den Holzmarkt. Dabei ging es vor allem um Demokratie und die derzeitigen Krisen in Deutschland. Kühnert stellte sich außerdem der Frage, welche neuen Wege es braucht, um diese Krisen zu bewältigen.

Rund 200 Leute kamen gestern auf den Tübinger Holzmarkt, um Kevin Kühnert zu sehen. Der SPD-Generalsekretär besuchte die Uni-Stadt, um aktuelle Probleme anzusprechen. Ein Problem sei laut Kühnert die Wohnraumsituation in Tübingen.

"Tübingen braucht bezahlbaren Wohnraum. Bei den aktuellen Bodenpreisen, Baustoffpreisen und Arbeitskostenpreisen brauchen wir außerdem städtische Wohnungsbaugesellschaften und -genossenschaften. Zusätzlich benötigt es die Unterstützung von Bund und Land, die stellen wir zur Verfügung mit ganz viel Geld aus Berlin", so Kühnert.

Kevin Kühnert beschäftigte sich aber auch mit bundesweiten Problemen, wie z.B. mit dem 200 Milliarden Euro schweren Entlastungspaket der Bundesregierung für Bürger und Unternehmen. Es gilt als „Abwehrschirm" gegen die explodierenden Energiekosten und die hohe Inflation. Aber wer zahlt am Ende diese große Summe?

"Wir haben eine große Vermögensungerechtigkeit in unserem Land und an manchen Stellen verstärkt sie sich durch die Krise. Nicht alle leiden unter der Krise, nicht alle Betriebe sind von einer Schließung bedroht, manche machen das Geschäft ihres Lebens. Deswegen darf die Botschaft am Ende nicht lauten: Alle Steuerzahler zahlen die Zeche mit, sondern wir müssen darauf achten, dass diejenigen, die geradezu Krisenprofiteure geworden sind, auf Kosten von vielen anderen, dass gerade die am Ende ihren gerechten Anteil zahlen", antwortet Kühnert.

In einer Woche ist OB-Wahl in Tübingen. Auch deswegen war Kühnert zu Besuch, um seine Parteikollegin Sofie Geisel zu unterstützen. Getreu dem Motto „Demokratie lebt vom Wandel" sei für Kühnert nach dem Wechsel in Berlin jetzt auch ein Wechsel im Tübinger Rathaus notwendig.

"Tübingen braucht einen politischen Wechsel. Der amtierende Oberbürgermeister ist seit 16 Jahren im Amt und es geht um die Frage, ob es 24 Jahre werden sollen. Ich sag mal so, wenn ich heute 24 Jahre zurückrechne, war es 1998, da ist Gerhard Schröder Bundeskanzler geworden. Manche Leute werden komisch nach 24 Jahren und das muss hier nicht auch passieren", sagt Kühnert.

Geisel sei dialogorientiert, kann zuhören und habe trotzdem eine starke eigene Meinung, so Kühnert weiter. Geisel selbst habe sich über Kühnerts Unterstützung gefreut und zeigte sich zuversichtlich für die anstehende Wahl.

"Ich bin sehr dankbar dafür, dass mich nicht nur meine eigene Partei sehr intensiv unterstützt, sondern auch andere hier in Tübingen. Ich bin überwältigt davon, wie viel Zuspruch ich bekomme. Ich habe in der Tat ein bisschen das Gefühl, dass hier ein Wechsel in der Luft liegen könnte", so Geisel.

Ob tatsächlich ein Wechsel in der Luft liegt oder ob der amtierende Oberbürgermeister Boris Palmer der Chef im Rathaus bleibt, entscheidet sich bei der OB-Wahl am Sonntag, den 23. Oktober. Wir von RTF.1 werden am Wahlabend mit dabei sein und für Sie berichten.

(Zuletzt geändert: Sonntag, 16.10.22 - 14:07 Uhr   -   880 mal angesehen)

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