DEUTSCHeins - Das Wichtigste aus Deutschland und der Welt

Das Wichtigste aus Deutschland und der Welt

Kuppel auf dem Reichstag Reichstag in Berlin Bundeskanzleramt in Berlin Schloss Bellevue

Verkehr

Foto: pixabay
App statt Karte: Digitaler Führerschein beschlossen

Bei einer Führerscheinkontrolle genügt es künftig, die Fahrerlaubnis auf dem Handy herzuzeigen. Bundestag und Bundesrat haben den digitalen Führerschein und weitere Neuregelungen im Verkehrsbereich auf den Weg gebracht.

Die Abgeordneten des Bundestages verabschiedeten eine Änderung des Straßenverkehrsgesetzes, die Autofahrer von der Pflicht entbindet, den Führerschein in Kartenform ständig mitzuführen. Bei Verkehrskontrollen soll die digitale Variante auf dem Handy genügen. Auch der Bundesrat stimme zu. so dass die Neuerung nun in Kraft treten kann.

Auch bei der Parkraumüberwachung soll künftig stärker auf digitale Technik gesetzt werden. Kommunen sollen Kennzeichen geparkter Fahrzeuge per Kamera erfassen dürfen, anstatt auf Papierparkscheine angewiesen zu sein. Zudem wird es ihnen ermöglicht, Parkzonen für Handwerksbetriebe oder Pflegedienste zu öffnen.

Eine weitere Änderung betrifft den sogenannten Punktehandel. Wer Punkte aus dem Fahreignungsregister für andere übernimmt, muss künftig mit Bußgeldern von bis zu 5.000 Euro rechnen. Bei gewerbsmäßiger Vorgehensweise kann die Strafe bis zu 30.000 Euro betragen.

Die neuen digitalen Nachweise für Führerschein und Fahrzeugschein sollen künftig direkt über das Smartphone abrufbar sein. Damit könnten sowohl der klassische Kartenführerschein als auch die Zulassungsbescheinigung aus Papier im Alltag häufig zu Hause bleiben – etwa bei der Nutzung von Carsharing-Angeboten oder Mietwagen. Vorgesehen ist allerdings eine Ergänzung, kein vollständiger Ersatz: Der Kartenführerschein bleibt bestehen.

Die digitale Fahrerlaubnis soll Autofahrerinnen und Autofahrer von der Pflicht entbinden, das physische Dokument bei Kontrollen mitzuführen. Ihre Gültigkeit ist zunächst auf Deutschland beschränkt. Auch auf EU-Ebene ist ein digitaler Führerschein geplant, doch die nationale Umsetzung der neuen europäischen Vorgaben kann sich noch bis zum Jahr 2030 hinziehen.

i-Kfz-App ermöglicht digitalen Fahrzeugschein

Bereits verfügbar ist der digitale Fahrzeugschein, der über die neue i-Kfz-App auf das Smartphone geladen werden kann. Die Anwendung wurde gemeinsam vom Kraftfahrt-Bundesamt und der Bundesdruckerei entwickelt und steht nach einer Testphase sowohl im Android- als auch im iOS-Store zum Download bereit. Langfristig soll auch der digitale Führerschein in die App integriert werden.

(Zuletzt geändert: Freitag, 27.03.26 - 08:06 Uhr   -   1487 mal angesehen)

Nachrichten aus der Region Neckar-Alb

Foto: RTF.1
Ritter Sport wieder in Familienhänden Moritz Ritter und Tim Hoppe haben den Vorsitz der Geschäftsführung der Alfred Ritter GmbH & Co. KG in Waldenbuch übernommen. Damit liegt das operative Geschäft nach elf Jahren wieder in den Händen der Inhaberfamilie.
Foto: RTF.1
Body-Cam-Aufnahmen ausgewertet - Stellungnahme zu Polizei-Schüssen Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg hat eine offizielle Stellungnahme zum Einsatz von Schusswaffen in Walldorf veröffentlicht.
Foto: RTF.1
Hoffmeister-Kraut warnt vor Krise der Automobilindustrie Der Verband der Automobilindustrie, kurz VDA, hat einen Verlust von 225.000 Arbeitsplätzen im deutschen Automobilsektor prognostiziert. Landeswirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut sieht das als Warnsignal für Baden-Württemberg.

Weitere Meldungen