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Kuppel auf dem Reichstag Reichstag in Berlin Bundeskanzleramt in Berlin Schloss Bellevue

Polen/Bulgarien

Foto: Pixabay.com
Russland stoppt Gaslieferungen über Jamal-Pipeline

Russland hat die Gaslieferungen über die Jamal-Pipeline gestoppt. Betroffen sind Polen und Bulgarien. Beide Länder suchten zuvor bereits Alternativen zu den Lieferungen aus Russland. Die Bundesregierung betonte, Deutschland treffe die Drosselung nicht.

Der Gasdurchfluss durch die Jamal-Pipeline über Belarus nach Polen sank am Morgen auf null Kilowattstunden. Das bestätigen Daten des Europäischen Netzes der Fernleitungsnetzbetreiber.

Der russische Gaskonzern Gazprom stoppte die Lieferungen an die Länder Polen und Bulgarien, weil sie nicht wie von Putin gefordert in Rubel bezahlen. Damit wollte er offenbar dem Wertverfall des Rubels entgegenwirken.

Polen beliefert auch die ukrainische Armee mit Panzern und ist Transitstaat für Waffenlieferungen anderer Länder.

Die Jamal-Pipeline verläuft zwar auch nach Deutschland. Hier habe der Stopp keine Auswirkungen, erklärte die Bundesregierung. Deutschland weigerte sich ebenfalls, in Rubel zu bezahlen und verwies auf die Verträge. Die meisten Gasverträge sehen demnach eine Bezahlung in Euro vor. 

Polens Umweltministerin Anna Moskwa erklärte, ihr Land sei auf den Lieferstopp vorbereitet gewesen. Man mache sich seit Längerem von russischem Gas unabhängig.

Bulgarien begründete seine Weigerung, in Rubel zu zahlen, neben dem Verweis auf laufende Verträge auch mit der Aussage: Es bestehe die Gefahr, dass man zahle, aber nicht beliefert werde. Gazprom habe immerhin auch die Drosselung einer weiteren Pipeline angekündigt.

Bulgarien bezieht den Großteil seines Gases aus Russland, arbeitet aber auch daran, sich unabhängiger zu machen. Man suche mit Hilfe staatlicher Unternehmen nach Alternativen zu Gas aus Russland.

Die US-Regierung erklärte, man habe unter anderem Staaten in Asien um verstärkte Lieferungen nach Europa gebeten.

(Zuletzt geändert: Mittwoch, 27.04.22 - 08:38 Uhr   -   621 mal angesehen)

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