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Urabstimmung

Foto: RTF.1
Post-Mitarbeiter bereit zu unbefristetem Streik

Beschäftigte der Deutschen Post haben in einer Urabstimmung ihre Bereitschaft zu einem unbefristeten Streik signalisiert, um Druck auf die Tarifverhandlungen zu machen. Das Angebot der Post lehnten sie ab. Am Freitag gehen die Verhandlungen weiter.

Knapp 86 Prozent der Verdi-Mitglieder bei der Deutschen Post AG haben sich für unbefristete Streiks ausgesprochen. Damit machten die klar und deutlich, dass sie die Einschätzung der stellvertretenden Verdi-Vorsitzenden Andrea Kocsis teilen. „Das von den Arbeitgebern vorgelegte Angebot ist weit von unseren Forderungen entfernt", hatte die Verdi-Verhandlungsführerin nach der 3. Runde der Tarifverhandlungen im Februar gesagt. Bei der Urabstimmung wurde das notwendige Quorum von 75 Prozent damit deutlich übertroffen.

Die Deutsche Post AG hat Verdi jetzt zur erneuten Aufnahme von Tarifverhandlungen aufgefordert. Sie werden am Freitag (10. März) fortgesetzt. „Die Deutsche Post AG steht jetzt in der 15 Verantwortung, durch eine deutliche materielle Verbesserung des abgelehnten Angebots einen unbefristeten Streik abzuwenden", sagte Kocsis. Das Ergebnis der Urabstimmung zeige die Entschlossenheit der ver.di-Mitglieder, für ein gutes Tarifergebnis zu kämpfen. „Die Arbeitgeber sind gut beraten, dieses Votum sehr ernst zu nehmen", so Kocsis weiter.

Bei der Deutschen Post AG sind laut Verdi fast 90 Prozent der Tarifbeschäftigten in den Entgeltgruppen 1 bis 3 eingruppiert. Das Monatsgrundentgelt in diesen Entgeltgruppen beträgt zwischen 2.108 und 3.090 Euro brutto. Sie sind der Gewerkschaft zufolge im besonderen Maße von der hohen Inflation betroffen, da sie einen großen Anteil ihres Nettoeinkommens für Nahrungsmittel und Energie aufbringen müssen.

Verdi fordert für die Tarifbeschäftigten bei der Deutschen Post AG eine Entgelterhöhung von 15 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrages von zwölf Monaten. An dem Tag, an dem Verdi das Ergebnis der Urabstimmung bekannt gegeben hat, habe das Unternehmen bei seiner Bilanzpressekonferenz erneut eine Rekordbilanz verkündet, so die Gewerkschaft. Das Vorjahresergebnis wurde um sechs Prozent übertroffen. 

Im Vorfeld der dritten Verhandlungsrunde hatte Verdi die Beschäftigten in den vergangenen drei Wochen bereits bundesweit zu Warnstreiks aufgerufen. Die Arbeitsniederlegungen erstreckten sich auf ausgewählte Betriebe aller Arbeitsbereiche bei der Deutschen Post AG – Brief- und Paketzentren sowie die Zustellung. Insgesamt hatten sich fast 100.000 Streikende an Arbeitskampfmaßnahmen beteiligt. Begleitet wurden die Warnstreiks von Protestkundgebungen in insgesamt zehn Städten. „Das ist erneut ein glasklares Signal an die Arbeitgeber: Die Beschäftigten sind bereit, für ihre Forderung zu kämpfen und erwarten jetzt eine Verhandlungsrunde, die mit einer kräftigen Gehaltserhöhung endet", betonte Kocsis.

(Zuletzt geändert: Donnerstag, 09.03.23 - 14:43 Uhr   -   1222 mal angesehen)

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